Berichte

 

Eine tolle Rock-Nummer bot Jürgen B. Hausmann mit Omas Rock.

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen.   Schon im vergangenen Jahr hatte Jürgen B. Hausmann alias Jürgen Beckers beim Comedy-Abend in der Kempener Bürgerhalle für ausverkauftes Haus und prima Stimmung gesorgt, damals im zweiten Programmteil nach Willibert Pauels. In diesem Jahr kam er alleine wieder und bot solo oder besser gesagt zusammen mit Musiker Harald Claßen eine große Portion „Hausmannskost“ unter dem Motto „D´r Jung wird 10!“

 

„Ich hab jehört, jetz is praktisch et janze Dorf hier“, begrüßte er die rund 350 Besucher der Veranstaltung. So war er schon gleich zu Beginn wieder im Dialog mit seinem Publikum, dass er vor allem auf dem Lande so liebt. „Auf dem Dorf ist es immer schöner, weil man da näher an den Menschen ist“, hatte er schon vor seinem Auftritt in der Garderobe verraten. 

 

Ganz nah dran war er auch dieses Mal, als es um Geburtsvorbereitung, Kindergarten oder Schule ging und er sich dabei zugleich mit den Feinheiten des Dialekts von „ene“, „ens“ oder „sese“ befasste. Er nahm dabei nicht nur seine Mitmenschen aufs Korn, sondern auch seinen musikalischen Begleiter. Nicht nur seine Sprüche kamen bestens an – „früher war et ja schon Wellness, wenn de als erster in et Badewasser kams“ – sondern auch sein Gesang und seine tänzerischen Darbietungen, etwa im Hippie-Look oder mit bei seiner Rock-Darbietung mit Omas Rock. 

 

Ohne doppelte Zugabe kam er da nach eineinhalb Stunden Programm nicht mehr von der Bühne, bejubelt mit stehenden Ovationen des Publikums. „Es wird ganz sicher auch einen fünften Comedy-Abend geben“, versprach abschließend Kalle Erkens, der die von Karnevalsgesellschaft und Schützenbruderschaft organisierte Veranstaltung moderiert hatte. „Et is immer jut, aber heut war et besonders jut“, freute sich auch Hausmann über einen gelungenen Abend. (wo)

 

 



Jürgen B. Hausmann begeisterte in diesem Jahr auch im Hippie-Look. Foto: Petra Wolters



Eine tolle Rock-Nummer bot Jürgen B. Hausmann mit Omas Rock.  Foto: Petra Wolters



Bei der zweiten Zugabe blieb Moderator Kalle Erkens (links) gleich mit Jürgen B. Hausmann und Harald Claßen (rechts) auf der Bühne. 
  Foto: Petra Wolters

April 2010


Jenny mit "Rabaue"in Hintertux
(als PDF-Datei)

April 2010


ERFOLGREICHER SAISONABSCHLUSS FÜR KEMPENS MARIECHEN JENNY

Zur „Belohnung“ geht es in den Schnee

Von den Kemper Grönen

Heinsberg-Kempen. Viel schöner kann ein Finale eigentlich kaum sein: Mit der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im karnevalistischen Tanzsport in Stuttgart krönte das Tanzmariechen der KG Kemper Gröne, Jenny Scherrers, eine überaus erfolgreiche Saison: „Das war wirklich noch einmal ein ganz besonderer Höhepunkt für mich“, freute sich die 25-Jährige, die seit unglaublichen 21 Jahren für die Kempener aktiv ist. Zum ersten Mal seit drei Jahren hatte sie wieder die schwere Qualifikation geschafft und durfte sich mit den besten Mariechen aus ganz Deutschland messen. „Allein die Atmosphäre in dieser großen Halle, das ist einfach toll“, freut sich Jenny. Rund 5000 Menschen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle applaudierten lautstark nach ihrem Auftritt. 

 


Fotos: Kemper Gröne  

Gleich als zweite Starterin war Jenny an der Reihe, leider keine allzu guten Voraussetzungen. Trotz einer tollen Leistung hielt sich die Jury mit ihrer Bewertung zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig zurück. Das bedeutete am Ende 442 Punkte und leider „nur“ Rang 14. Dennoch war Jenny zufrieden: „Ich bin sehr stolz, dass ich es überhaupt wieder geschafft habe, hier starten zu dürfen, das war einfach toll.“ Gemeinsam mit ihren Eltern Hans-Peter und Annemie Scherrers, Bruder Andy, Trainerin Janny Kiss und einem kleinen Fanclub erlebte sie ein nettes Wochenende in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. 

Auch zu Hause in Kempen ist man sehr stolz auf die Ausnahme-Tänzerin. Immerhin ist es Jenny als einziges Solo-Mariechen des ganzen Kreises Heinsberg gelungen, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. 

Und eine kleine „Belohnung“ hat sich Jenny in den vergangenen Wochen schon selber ertanzt: Die kölsche Stimmungsband „Rabaue“ hat Jenny zur „Kölschen Winterwoche“ nach Hintertux in Österreich eingeladen. Dort wird Jenny in der kommenden Woche nun gemeinsam mit vielen weiteren bekannten Kölner Künstlern wie den 3 Colonias, den Funky Marys oder der Kölsch Fraktion um Ex-Höhner-Sänger Peter Horn im Gletscher Paradies am Tuxer Joch auftreten. „Darauf freue ich mich jetzt ganz besonders“, so Jenny, „ich kann zwar noch überhaupt kein Ski fahren, aber Rabaue-Bandleader Peter van den Brock hat mir versprochen, dass ich das in dieser Woche lernen werde.“ „Wir freuen uns auch sehr, dass wir mit Jenny eines der besten Mariechen aus ganz Deutschland als kölsche Botschafterin mit nach Österreich nehmen können“, so van den Brock und verspricht: „Wir werden in dieser Woche ganz viel Spaß haben.“

Ordentlich Spaß hatte mit der Tanzgarde 1 der KG „De Japstöck“ aus Kückhoven auch eine Gruppe aus dem Kreis: Die Mädels zeigten ihre beste Saisonleistung, wurden von der Jury aber auch nicht belohnt: Startplatz 13 brachte daher weniger Glück, am Ende bekamen die Tänzerinnen 431 Punkte und landeten mit ihrem Gardetanz wie Jenny auf Platz 14. 

März 2010


Von der Rur an den Canale Grande

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Auch in diesem Jahr widmet die KG „Kemper Gröne“ ihren schon weit über die Heinsberger Region hinaus bekannten Mottoabend dem „Karneval in Venedig“. Hans Stamm, der „Kreativdirektor“ der Kempener Karnevalisten, hat nach der Galasitzung mit seinem Team kaum Zeit verstreichen lassen. Seit Montag wird im Festzelt auf dem Marktplatz wieder gesägt, gehämmert und gestrichen, was das Zeug hält. 

Erneut werden großformatige Fotos bis zu sieben Meter Breite und fünf Meter Höhe an der Zeltrückwand eine optisch eindrucksvolle und zugleich perfekte Impression von Rialto- und Seufzerbrücke bieten. An den Canale Grande, der natürlich mit einem echten Wasserlauf im Zelt nachempfunden werden soll, schließt sich eine Häuserzeile an, für die Stamm Fensterdekorationen in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen gefertigt hat. „So wie sie in Venedig auch zu finden sind“, sagt er. Ein Gondoliere wird wieder seine Gondola durchs den Canale Grande steuern. Auf dem Platz vor der Brücke steht der große „steinerne“ Löwe auf einer Säule. 

 

 


Nach Fertigstellung der von ihm entworfenen Zeltdekoration ist Hans Stamm am Freitag beim „Karneval in Venedig“ wieder selbst als Gondoliere dabei. Fotos: Petra Wolters  

Unterstützung hat Stamm von vielen freiwilligen Helfern, die teilweise sogar extra Urlaub nehmen, um dieses anspruchsvolle Projekt bis Freitagabend zu verwirklichen. Wenn dann wie im vergangenen Jahr rund 800 Gäste in ihren mehr oder weniger stilechten, venezianischen Kostümen tanzen, ist die Stimmung perfekt und Stamm, der natürlich selbst als Gondoliere dabei ist, ganz sicher einer der glücklichsten Menschen im Zelt. 

Der Mottoabend im Festzelt am Marktplatz beginnt um 20 Uhr. Karten gibt´s nur an der Abendkasse. Die KG „Kemper Gröne“ hat wieder einen Bus-Shuttle eingerichtet. Haltestellen und Abfahrtszeiten finden sich im Internet: www.rurkempen.de/kempergroene. (wo)

 

Februar 2010


Galasitzung der „Kemper Gröne“ 

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Ein gelungen gemischtes Programm aus Wort, Musik und Tanz, bei dem die Stimmung das Publikum schon auf halber Strecke von den Stühlen riss, präsentierte die KG „Kemper Gröne“ bei ihrer Galasitzung im grün-weiß dekorierten Festzelt an der Rur. Dabei hatten „Der Eine und der Andere“ (Ralf Eßer und Helmut Schröders) die Narrenschar schon vor dem offiziellen Auftakt um 19.11 Uhr quasi „eingesungen“.

„Die Jagd ist eröffnet, jetzt geht es los“, erklärte Präsident Guido Peters in seiner Begrüßung in Anlehnung an das Motto der Session und das Hobby des Prinzen. „Heut´wird nicht auf die Sau geschossen, heut´wird Wort, Tanz und Gesang genossen, kündigte er das facettenreiche Programm an, das mit dem Einzug des Prinzenpaares Thomas II. und Simone (Goertz) begann. Dabei und bei seinem anschließenden Bühnenspiel machte das Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps unter der Leitung von Frank Domsel seinem Titel alle Ehre. Die 50 Musiker auf der Bühne stellten nicht nur mit dem ganz aktuellen „Fliegerlied“ ihr Können unter Beweis.

Den tänzerischen Auftakt machte Mila Heuter. Im Alter von gerade mal sechs Jahren stand das jüngste der drei Kempener Solomariechen zum ersten Mal auf einer ganz großen Bühne. Aber auch diese Premiere nahm sie ohne Lampenfieber mit Bravour und genoss den Beifall des Publikums. Den sicherten sich zu späterer Stunde auch noch Vizekreismeisterin Annika Jütten und ihre Trainerin Jenny Scherrers, die nicht nur den Titel der Kreismeisterin trägt, sondern im März für „Kemper Gröne“ auch bei den norddeutschen Meisterschaften in Hannover um den Titel tanzen wird.

Eisbrecher in der „Bütt“ war Peter Geiser aus Kirchhoven als „De Schnapsdrossel“. Vor allem bei der Beschreibung der künftigen Schwangerschaftstests aufgrund knapper Finanzmittel hatte er die Lacher auf seiner Seite: „Möhrchen rein, Möhrchen raus, abgeknabbert, positiv“, so seine kurze, aber äußerst prägnante Beschreibung. Ihm folgten mit Wortbeiträgen im Laufe des Abends Frank Bühler aus Viersen als „Deä Müllmann“ und Willi Fuchs aus Wassenberg als „De Knalltüt“. 

 


Die Showtanzgruppe „Sunshine“ entführte die Kempener Narren in feschen Dirndls aufs Oktoberfest. 
Fotos: Petra Wolters  


Prinzessinnenmutter „Queen Elizabeth“ glänzte völlig ungeplant mithilfe des „Duo Naseweis“ mit einer Jonglage-Nummer.
  Fotos: Petra Wolters  

 

Vor allem zu Ehren des Prinzenpaares tanzten die Prinzengarde der „Kemper Gröne“, zu der auch Tochter Isabel gehört, und die Präsidentengarde Haaren, wo der Schwager des Prinzenpaares aktiv ist. Wie viel tänzerisches Potenzial über die Solomariechen hinaus in den Karnevalisten an der Rur steckt, bewiesen die drei Showtanzgruppen der Gesellschaft. Die Gruppe „Sunshine“ entführte die Gäste in feschen Dirndls aufs Oktoberfest. In einen Western-Saloon ging´s mit der Gruppe „Fantasy“. Die Fußball-WM thematisierte die Gruppe „Mirage“ und war später zusammen mit dem Männerballett „Dreamboys“ unter gleichem Motto noch einmal auf der Bühne. 

Nachdem die Kellner „Hans und Franz“ aus Köln weniger mit ihren Wortbeiträgen, mehr dafür mit ihren Gesangsbeiträgen beim Publikum gelandet waren, boten die „Kellerjunges“ aus Süsterseel mit ihren kölschen Liedern einen ersten Höhepunkt. Noch einen drauf setzte das „Duo Naseweis“ aus Aachen mit Comedy der Spitzenklasse. Nicht mehr auf den Stühlen hielt es das Publikum bei der Einlage mit Prinzessinenmutter Elisabeth, die schnell in „Queen Elizabeth“ umbenannt wurde und durch extra Jackenärmel von Martin Bruders quasi ferngesteuert mit Keulen jonglierte. Den gelungenen, musikalischen Schlusspunkt im fast fünfstündigen Programm, in dem nichts hakte, setzte die Band „Stabelsjeck“ aus Eschweiler. 

 

Februar 2010


Prinz Thomas II und Prinzessin Simone (Goertz) wurden beim tradtionellen Frühschoppen der „Kemper Gröne“ proklamiert.

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Es war auch in dieser Session ein wahres Feuerwerk karnevalistischer Superlative, das die KG „Kemper Gröne“ als Erfinderin des Frühschoppens in ihrem Festzelt an der Rur abbrannte. In genau 3 mal 11 Programmpunkten präsentierten Vorsitzender Kalle Erkens und Präsident Guido Peters allein 16 Gastgesellschaften auf der Bühne. Die solo angereisten Tanzgruppen mitgerechnet, wirbelten allein rund 600 Tänzerinnen und Tänzer übers Kempener Parkett. Und das vor einem Publikum, das auch im voll besetzten Festzelt immer viel Stimmung und vor allem jede Menge Stehvermögen bewies, denn die Sitzplätze waren schon am Morgen alle belegt.

Nach dem Einmarsch von Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps mit dem Elferrat verabschiedete Peters zunächst Vorjahresprinz Joachim I und Prinzessin Karin (Litzenberger), bevor sich Thomas II und Prinzessin Simone (Goertz) als die neuen Tollitäten der „Gröne“ auf den Weg zur Bühne machten. Erstmals übernahm Ortsvorsteher Ralf Baumann die Proklamation und folgte der Tradition seines Vorgängers, Ehrenpräsident Walter Geiser, dies in Reimform zu tun. „Nun steh ich hier oben hinter diesem Pult, und bin das Ganze auch noch selber schuld“, schmunzelte er und hatte damit das Publikum schon für sich gewonnen. Er ließ Lebenslauf und Vereinsaktivitäten des Paares Revue passieren, bevor er das an das Jagdhobby des Prinzen angelehnte Motto der Session verkündete: „Met Hallali un Kempe Helau, loate wer se rud, de Sau“. Dem Prinzen überreichte er sein Zepter, der Prinzessin einen Blumenstrauß.

„Unser Sohn Adrian hat uns auf die Idee gebracht, da haben wir mal drüber nachgedacht“, reimte Thomas II gleich weiter und erinnerte an die Würde des Kinderprinzen, die sein Sohn vor zwei Jahren innehatte. Mit Kalle Erkens, Robert Geiser und Werner Schmidt stellte er seine Adjutanten vor. Peters begrüßte schließlich auch Kinderprinz Felix II (Stamm) sowie seine Begleiter Niklas Hohnen und Sebastian Lietzmann. Felix II wird bei der Kindersitzung am kommenden Sonntag proklamiert.

Nach Tanzmariechen Mila Heuter und der Prinzengarde der „Gröne“ waren dann als erste die „Sankhasen“ aus Myhl auf der Bühne zu Gast. Es folgten im Laufe des Tages als Heinsberger Gesellschaften die „Drömmer Hahne“, der Heinsberger Karnevalsverein (HKV), die „Püescheler Klompe“, die „Karker Rabaue“, die „Brööker Waaterratte“, „La Strada Olé“, die KG „Grasbürger“, der „Wooder Wend“, die „Ongerbröker Kohmule“ und die „Kerkever Jecke“. Heinz-Leo Heinrichs als Präsident des Komitee Heinsberger Karneval (KHK) übergab zwischendrin den Orden des KHK an Prinz Thomas II, an Kalle Erkens und Guido Peters sowie an Geburtstagskind Walter Geiser.

Von jenseits der Stadtgrenzen kamen die Süsterseeler „Kleischötte“, die „Kluser Pappmule“ und die „Boggeder Jröne“. Dazwischen waren weitere Tanzmariechen und die Tanzgruppen der „Kemper Gröne“ auf der Bühne aktiv, mit Annika Jütten und Jenny Scherrers sowie mit den Gruppen „Sunshine“, „Fantasy“ und „Mirage“. Aus Aphoven kamen zudem die Showtanzgruppen „Mystery“ und „Moonlight“, von der DJK Gillrath die Gruppe „Iquana“ und aus Schierwaldenrath die Gruppe „Pure Poison“. 

 


Ortsvorsteher Ralf Baumann (2.v.r.) proklamierte Prinz Thomas II und Prinzessin Simone (Goertz) mit ihren Adjutanten Kalle Erkens und Robert Geiser (von links) sowie Werner Schmidt (rechts).
  Fotos: Petra Wolters  


Die kleine Nele (5) aus Kirchhoven war das jüngste Solomariechen auf Kempens Bühne und erhielt dafür vom Vorsitzenden Kalle Erkens auch einen kleinen „Orden“.  Fotos: Petra Wolters  


Kemper Gröne Hofstaat  Fotos: Petra Wolters  

 

Den Schlusspunkt setzten traditionell die „Biemösje“ aus dem niederländischen Posterholt. Ihrem massiven Aufgebot hielt die Bühne nicht mehr stand. Aber das tat dem „Dämmerschoppen“ keinen Abbruch. Tische und Bänke wurden beiseite geräumt, Erkens griff zum Besen und die Mariechen der Gesellschaft begeisterten auch zu ebener Erde noch mit ihrem Tanz. (wo)

 

Januar 2010


„KG Kemper Gröne on Tour“

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. „KG Kemper Gröne on Tour“ heißt es in Grün auf dem Sessionsfahrzeug der KG „Kemper Gröne“, das die Auto Tholen GmbH in Karken der Gesellschaft zur Verfügung stellt. Präsident Kalle Erkens bedankte sich dafür bei Bettina und Alexander Tholen, hier mit Söhnchen Aron (von links). Mit den Adjutanten Werner Schmidt (Mitte)und Robert Geiser (2.v.r.) freuten sich Prinz Thomas II. und Prinzessin Simone (Goertz) sowie Christoph Tholen (rechts) über den mit vielen bunten Luftballons dekorierten Kleinbus. „Ich wünsche uns eine schöne, unfallfreie Session, betonte Präsident Kalle Erkens, nachdem Prinzessin Simone Alexander und Christoph Tholen mit dem neuen Sessionsorden ausgezeichnet hatte.

 

 


  Foto: Petra Wolters  

Januar 2010


Mit „Hallali“ und „Helau“ in die neue Session

Die Lieder der KG „Kemper Gröne“ gibt es bald auf CD, gesungen von den Parodisten Hans Stamm, Hans Thebrath, Hans-Werner Windeln und Ludwig Peters

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Ein Wildschwein ziert den Sessionsorden der KG „Kemper Gröne“ für die neue Session. „Met Hallali un Kempe Helau, loate wer se rud, de Sau“ steht darauf zu lesen, getreu dem Hobby des Prinzen, der Jäger ist. Thomas II (Goertz) und seine Frau, Prinzessin Simone, werden die Gesellschaft für die närrische Zeit bis Aschermittwoch als Prinzenpaar repräsentieren, zwar nicht in Jagdgrün, aber immerhin in „Grön“. Als Adjudanten werden sie dabei von Robert Geiser und Werner Schmidt begleitet. 

Ihre Vorstellung pünktlich um 23.11 Uhr war nach einer humoristischen Rückschau auf die Prinzenpirsch der Höhepunkt des diesjährigen Familienabends, der erneut in der Bürgerhalle stattfand. Das Motto: „Singen, schunkeln, tanzen, lachen, im Karneval sich Freude machen.“ Vorsitzender Karl Heinz Erkens und Sitzungspräsident Guido Peters führten durch das Programm, bei dem es mehrfach verdiente Mitglieder zu ehren galt und bei dem vor allem die aktiven Tänzer des Vereins ihr Können zum Besten gaben.

Hans Peter Scherrers hatte dabei die Ehre, als Vertreter des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) seine eigene Tochter mit dem Verbandsorden auszuzeichnen. Sie ist bereits im 21. Jahr als Tanzmariechen bei den „Kemper Gröne“ aktiv. Darüber hinaus trainiert sie derzeit 15 Mariechen und zwei Garden. Sitzungspräsident Guido Peters, der bereits seit 19 Jahren im Vorstand ist, verlieh er das Grenzlandwappen. Den Verdienstorden der „Kemper Gröne“ erhielten darüber hinaus die Schwestern Andrea und Claudia Reinmold, die nicht nur aktive Tänzerinnen sind, sondern sich auch als Trainerinnen im Verein engagieren. Von den Ex-Prinzenpaaren mit närrischem Jubiläum waren Chris und Anni Heuter zu Gast. Vor 22 Jahren waren sie das Prinzenpaar in Kempen, 2004 zudem Stadtprinzenpaar in Heinsberg. 

 

 

 


Thomas II (Goertz) und Prinzessin Simone (Mitte) regieren bei den „Kemper Gröne. Zu den ersten Gratulanten zählten der stellvertretende Vorsitzende Norbert Wolters und Adjudant Robert Geiser (von links) sowie Sitzungspräsident Guido Peters, Vorsitzender Karl Heinz Erkens und Adjudant Werner Schmidt (von rechts).  Fotos: Petra Wolters  

Ihren ersten Auftritt überhaupt hatte an diesem Abend Mila Heuter, gerade mal fünf Jahre alt und jetzt das jüngste Tanzmariechen im Verein. Sie wurde ebenso mit Beifall bedacht wie nach ihr Anika Jütten und Jenny Scherrers sowie die kleine Prinzengarde. Aufs Oktoberfest entführte die Showtanzgruppe „Sunshine“ die Gäste. In einen Western-Saloon ging´s mit der Gruppe „Fantasy“, und die Gruppe „Mirage“ gab einen Vorgeschmack auf die Fußball-WM 2010.

Noch einmal auf der Bühne standen dann die Parodisten der „Kemper Gröne“, die eigentlich schon einmal in Ruhestand gegangen waren: Hans Stamm, Hans Thebrath, Hans-Werner Windeln und Ludwig Peters. Die vier sind gerade dabei mit Unterstützung von Peter Krings eine CD unter dem Motto „Lieder für die Kemper Gröne“ zu produzieren. Durch diesen Einsatz werde „Kulturgut der Kemper Gröne erhalten und auch zugänglich gemacht“, lobte Erkens das Engagement der vier Sänger.

Abgerundet wurde der Abend schließlich durch eine Verlosung und verkündet noch der Kinderprinz: Felix II (Stamm). Seine Begleiter sind Niklas Hohnen und Sebastian Lietzmann. Als neue Elferratsmitglieder der „Kemper Gröne“ stellte Peters zudem Sven Görres, Stefan Frenken, Heinz Färber, Roger Thora und Rainer Schippers vor. (wo)

 

November 2009


Witz und Sprache aufs Maul geschaut

In der Kempener Bürgerhalle strapazierten Willibert Pauels als „ne bergische Jung“ und Jürgen Beckers als „ne Hausmann“ die Lachmuskeln ihres Publikums

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Vor zwei Jahren hatten Karnevalisten und Schützen in Kempen die Idee, die neu erbaute Bürgerhalle für ein kulturelles Highlight im Ort zu nutzen. Zwei Mal hintereinander, immer kurz nach Ostern, waren hier zwei Musikkomödianten zu Gast und sorgten für guten Besuch. Das machte den beiden Vereinen Mut, Größeres zu versuchen. Und so engagierten sie für den diesjährigen „Comedy-Abend“ gleich zwei Stars des rheinischen Karnevals: Willibert Pauels als „ne bergische Jung“ und Jürgen Beckers, besser bekannt als Jürgen B. Hausmann, als „ne Hausmann“.

Schon Wochen vor dem Auftritt der beiden war die Veranstaltung restlos ausverkauft. 340 Besucher füllten die Halle zu Beginn des Abends bis auf den allerletzen Stuhl. Pauels und Beckers, die nicht zum ersten Mal bei einer derartigen Veranstaltung zusammentrafen, versorgten sich vorab in der Garderobe mit ihren neuesten Witzen, bevor sich Pauels dann als erster im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg ins Publikum machte. 

Ohne Büttenmarsch käme er nicht richtig auf die Bühne erklärte er, was das Publikum veranlasste, ihm diesen gesanglich mit einem „Ritsch, ratsch, de Box kapott“ zu gönnen. „Ihr seid durch und durch rheinisch geprägt, weil ihr so selbstverständlich mitgesungen habt“, bescheinigte er den Besuchern des Abends. Er schaue immer auf die Witze, die in einer Region aktuell seien, erklärte er sein Erfolgsgeheimnis. Mit der Beschreibung eines Auftritts in Telgte oder dem Besuch einer Karnevalssitzung in Münster hatte er mehr als einen Lacher auf seiner Seite. 

Als Diakon oder „Dia-Clown“, wie er sich selbst nennt, verstand er bestens, Karneval und Kirche auf humorvolle Weise miteinander zu verbinden, als er etwa beim Stopp des Fronleichnamszuges den Defekt eines Baggagewagens vermutete. Auch sein Lieblingswitz mit der Kranzschleife, die nach einem „Boxenstopp“ zweier Damen auf einem Friedhof in die Unterwäsche der einen gerät und deren Ehemann eifersüchtig werden lässt, kam an. Der Grund: „Vielen Dank, der Männerchor“, zitierte er die Aufschrift auf der Schleife. 

Becker, am Keyboard begleitet von Harald Claßen, amüsierte die Besucher der Bürgerhalle mit seiner detaillierten Analyse der hiesigen Umgangssprache, gesprochen und gesungen. „Von Kempen nach Heinsberg is nicht weit, aber dat zieht sich“, zitierte er einen Kempener, der wohl anderswo kaum verstanden würde. Wie Pauels schaffte auch er es, sein Publikum mitzunehmen, indem er nicht nur die anwesende Fotografin, sondern auch Tontechniker und Hausmeister Josef Himmels in seine Darbietung einbezog. „Da wollen wir doch mal forscheln“, erklärte er schließlich bei der Beschreibung eines Gartencenter-Besuchs in Anspielung auf ein in Kempen ansässiges Pflanzencenter.

 


Willibert Pauels als „ne bergische Jung“ (links) und Jürgen Beckers als „ne Hausmann“ amüsierten sich vor ihrem Auftritt schon gemeinsam in der Garderobe der Kempener Bürgerhalle.

Willibert Pauels als „ne bergische Jung“ startete seinen Auftritt mitten im Publikum und dankte ihm für einen gesungenen Büttenmarsch auf die Bühne.

„Hecktor“ war natürlich auch dabei, als Jürgen Beckers als „ne Hausmann“ die Kempener Bürgerhalle zum Lachen brachte.

  Fotos: Petra Wolters
  


Auch Beckers kam ohne Zugabe nicht von der Bühne, was dem Abend mit Pause insgesamt ein Zweieinhalb-Stunden-Programm bescherte. Die letzte davon präsentiert er gesanglich à la Howard Carpendale mit einem „Danke Kempen und hello again!“ Besucher und Veranstalter würden sich freuen, wenn er wiederkäme. Sicher ist nach dem großen Zuspruch schon jetzt, dass es auch im kommenden Jahr im April wieder einen gemeinsamen Comedy-Abend von Karnevalisten und Schützen in Kempen geben wird. (wo)

 

April 2009


„Ne bergische Jung“ trifft auf „ne Hausmann“

Kabarett im Doppelpack mit Willibert Pauels und Jürgen Beckers präsentieren Karnevalisten und Schützen am 25. April in der Kempener Bürgerhalle.

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Im Karneval ist die KG Kemper Gröne ganz groß, als Frühschoppen-Erfinder, mit ihrer Galasitzung oder mit ihrem Mottoabend, der die Besucher in diesem Jahr nach Venedig entführte. Zusammen mit der St. Katharina – St. Josef – Schützenbruderschaft sorgt sie aber seit zwei Jahren auch im weiteren Jahresverlauf für viel Frohsinn im Dorf. Grund dafür ist der „Comedy-Abend“, der am Samstag, 25. April, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) mit einem neuen Programm in der Bürgerhalle in seine dritte Auflage geht.

Nach den beiden Musikkomödianten „Marc´n´Simon“ wollen jetzt zwei Stars des rheinischen Karnevals ihren Zuschauern das Lachen und den Humor nahebringen: Willibert Pauels als „ne bergische Jung“ und Jürgen Becker, besser bekannt als Jürgen B. Hausmann, als „ne Hausmann“. Eigentlich habe man vor drei Jahren nach einer Idee gesucht, um die neue Bürgerhalle im Ort einmal für ein kulturelles Highlight über alle Vereinsveranstaltungen hinaus zu nutzen, erklärt Norbert Wolters, stellvertretender Vorsitzender der Kemper Gröne. Bisher zwei Mal ausverkauftes Haus machte Mut für ein neues Programm. 

 

 


Freuen sich auf das neue Programm mit „ne bergische Jung“ und „ne Hausmann“: Konrad Ohlenforst und Wolfgang Siegers für die Schützenbruderschaft (hinten, von links) sowie Norbert Wolters und Karl Heinz Erkens für die KG Kemper Gröne (vorne, von links). 
  Fotos: Petra Wolters
  

Jeweils 40 Minuten lang wollen Jürgen Beckers, der in seinem wirklichen Leben Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte ist, und Diakon Willibert Pauels ihr Programm auf die Kempener Bühne bringen. „Hausmann spielt das Leben, wie das Leben so spielt“, ist dabei das Motto von Beckers. Denn am liebsten widmet sich der Kabarettist den ganz normalen Menschen und ihren alltäglichen Begebenheiten. Seine Helden des Alltags findet er in der Reisegruppe, im Café, unter Handwerkern oder direkt nebenan in Nachbars Garten. Er sei „hauptberuflicher DiaClown mit Nebenberuf Diakon“, behauptet Pauels, der allein in dieser Karnevalssession wieder rund 250 Auftritte absolviert hat. Auch er holt die Menschen schon mit ganz kleinen Geschichten aus dem Alltag ab und entführt sie in die Welt des Humors, etwa so: "Gehen zwei Zahnstocher spazieren. Plötzlich kommt ein Igel vorbei. Sagt der eine Zahnstocher: "Wusste gar nicht, dass hier ein Bus fährt."

Der Vorverkauf für die neue Veranstaltung habe schon begonnen und lasse auch ein weiteres Mal auf volles Haus hoffen, freut sich Wolters. Karten (16 Euro) sind erhältlich bei der H+L GmbH, Oberstraße 17, Telefon 88700. Reservierungen von Karten und Plätzen sind aufgrund der großen Nachfrage leider nicht möglich. 

 

März 2009


600 Paar Tanzschuhe auf Karkens Bühne

Zehn Stunden karnevalistischen Tanz sahen die rund 400 Besucher des 3. Heinsberger Freundschaftsturniers im karnevalistischen Tanz in der Bürgerhalle

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen.  

Von rechts rauf auf die Bühne, nach links wieder runter: Wie am Fließband marschierten die rund 600 Teilnehmer des 3. Heinsberger Freundschaftsturniers im karnevalistischen Tanz in Karkener Bürgerhalle auf, das die KG Karker Rabaue und die KG Kemper Gröne erneut gemeinsam unter der Leitung von Kempens Mariechen Jenny Scherrers durchführten. Sie boten dem Publikum zehn Stunden lang ein buntes Programm mit Garde-, Paar-, Mariechen- und Schautänzen in insgesamt zehn unterschiedlichen Kategorien.

Es verdiene höchste Anerkennung und Lob, dass bei diesem Turnier in einzigartiger Weise Tanz, Sport, Show und Brauchtum miteinander verbunden und einem großen Publikum vorgeführt werden könnten, hatte Schirmherr Elmar Jöris am Morgen in seiner Begrüßung betont. Turnierleiterin Jenny Scherrers hieß die Jury mit ihrem Obmann Hans-Erich Theil aus Baesweiler willkommen, bevor sie an die Moderatoren übergab. Karkens Präsident Jo Reiners wurde dabei von seinem Stellvertreter Josef Hummelsheim unterstützt, Kempens Präsident Christian Heuter vom Vorsitzenden Karl Heinz Erkens.

„Mehr als zufrieden“, erklärte Jennys Vater Hans-Peter Scherrers zum Abschluss der dritten Auflage dieses im Bund Deutscher Karneval (BDK) einmaligen Turniers, das der reinen Nachwuchsförderung dient und zu dem Tänzer von Kleve bis in die Eifel angereist waren. Aktive, die hier auftreten, dürfen in den vergangenen Jahren nicht auf einem offiziellen Turnier des BDK getanzt haben. An beide, Vater und Tochter, ging am Abend ein besonderer Dank von Moderator Heuter: „Ohne euch beide wäre das alles hier nicht möglich gewesen“, betonte er. Auch die Karkener Karnevalisten waren sehr zufrieden. „Die Kempener haben das Turnier-Know-how, wir die Manpower, um mit anzupacken. Wir haben prima Hand in Hand gearbeitet“, erklärte Reiners.

 

 


Die Siegerehrung im Schautanz der Aktiven: Hier siegte der SKV Schafhausen mit der „Ü-80-Party“ vor der KG Eierköpp Baal mit „Ich bin ein Star...“ und der KG Kemper Gröne mit „Germany´s Next Topmodels“.  Foto: Petra Wolters


Den Wanderpokal für die beste Leistung des Turniers überreichte Turnierleiterin Jenny Scherrers an Mariechen Sandra Wozniok von der KG Bedrövde Jecke aus Arnoldsweiler.
  Foto: Petra Wolters

Platz eins bei den Jugend-Tanzgarden sicherte sich die 1. Große Stadtgarde Wegberg vor der KG Rot-Weiße Funkengarde Beggendorf und der KG Eierköpp Baal. Bestes Jugend-Tanzmariechen war Annika Ackermann von der 1. Großen Stadtgarde Wegberg vor Sophie Wabbels von der KG Funkengarde Alsdorf und Pia Barten von der KG Kemper Gröne. Im Jugend-Schautanz siegte die KG Brökeler Kappehäuer mit „Highschool Musical“ vor der KG Brööker Waaterratte mit „Schlumpenland“.

Bestes Junioren-Tanzpaar waren Maike Peter und Kevin Schröder von der KG Würmer Wenk vor Anne Maaßen und Kenzo Noß von den Karnevalsfreunden Lammerdorf und Shannah Copplestone und Fabian Stecker von der KG Flöck Op Wegberg. Bei den Junioren-Tanzgarden siegte die KG Brööker Waateratte vor der KG Blaue Funken Hoengen und den Karnevalsfreunden Lammersdorf. Auf Platz eins bei den Junioren-Tanzmariechen kam Janine Schiffers von der KG Funkengarde Alsdorf vor Alessa Marx von der KG Grasbürger Randerath-Himmerich und Saskia Theil vom Festkomitee Baesweiler Karneval. Den Schautanz entschied die KG Kemper Gröne mit „Military Girls“ für sich, gefolgt von der KG Blaue Funken Hoengen mit „Himmlische Träume“ und dem Trommler- und Pfeiferkorps „Bleib treu“ Aphoven mit „Ägypter“. 

Die KG Eierköpp Baal stand bei den aktiven Tanzgarden ganz oben auf dem Treppchen, hinter ihr die KG Kongo Wassenberg und die KG Flying Familli aus Kleve. Bestes aktives Tanzmariechen war mit Sandra Wozinok von der KG Bedrövde Jecke aus Arnoldsweiler zugleich eine Mitarbeiterin der Aachener Zeitung. Mit der Tageshöchstwertung von 457 Punkten sicherte sie sich zudem den großen, von der Turnierleiterin gestifteten Wanderpokal. Auf den Plätzen folgten Jenny Hannot, ebenfalls von der KG Bedrövde Jecke und Sandra Ohnesorg von der KG Burgwache Alsdorf. Im Schautanz der Aktiven gewann schließlich der SKV Schafhausen mit der „Ü-80-Party“ vor der KG Eierköpp Baal mit „Ich bin ein Star...“ und der KG Kemper Gröne mit „Germany´s Next Topmodels“.

 

März 2009


Starterrekord beim Karkener Tanzturnier

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Schon bevor das 3. Heinsberger Freundschaftsturnier im karnevalistischen Tanz am Sonntag, 8. März, in der Karkener Bürgerhalle startet, melden die KG Karker Raubaue und die KG Kemper Gröne als Veranstalter neue Rekorde. Insgesamt werden in Karken in einem über zehn Stunden geplanten Mammutprogramm 695 Tänzerinnen und Tänzer an den Start gehen. 92 Startnummern wurden jetzt bei der Auslosung im Rabaue-Vereinslokal vergeben. 

An den Start gehen in den drei Altersklassen Jugend, Junioren und Senioren Mariechen, Tanzpaare, Garden und Schautanz-Gruppen aus der Region, aber auch aus entfernteren Orten wie Kleve oder Düren. Insgesamt nehmen 35 Vereine an dem Turnier teil, das vor allem für die Förderung des Nachwuchses gedacht ist. Denn zugelassen sind nur Teilnehmer, die keine offiziellen Turniere des Bund Deutscher Karneval (BDK) besuchen.

 


Bei der Auslosung der Startreihenfolge fürs Turnier in Karken: Kempens Mariechen Jenny Scherrers (Mitte) zusammen mit den Karkener Mariechen Saskia Leismann (links) und Chantal Höninger.
  Foto: Petra Wolters

 

Die größte Gruppe im Turnier, dessen Schirmherr der Karkener Stadtverordnete Elmar Jöris ist, sind die Schautanz-Gruppen der Senioren mit 17 Startern. Für alle Teilnehmer gibt´s eine Erinnerungsurkunde, für die drei Erstplatzierten in jeder Disziplin darüber hinaus einen Pokal sowie einen Wanderpokal für die Tageshöchstwertung.

Jeder Trainer oder Betreuer hat während des Auftritts die Möglichkeit, sich zu Kempens Mariechen Jenny Scherrers an den sogenannten Beratertisch zu setzen und sich von ihr wertvolle Tipps geben zu lassen. Sie ist bereits seit 20 Jahren aktiv und Inhaberin der Trainer-C-Lizenz des Deutschen Sportbundes. Sie trainiert mehrere Mariechen und Garden und engagiert sich auch im Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) für die Jugend. 

Eine weitere Besonderheit beim Karkener Turnier: Zusätzlich zur wertenden Jury unter Obmann Hans Erich Theil aus Baesweiler wird in Karken eine zweite Jury im Hintergrund aktiv sein, die sich noch in der Ausbildung befindet. Damit engagieren sich Gröne und Rabau im doppelten Sinne für den Nachwuchs. 

Das Turnier beginnt um 9 Uhr. Eintrittskarten (fünf Euro) sind an der Tageskasse erhältlich. Für das leibliche Wohl von Aktiven und Besuchern ist gesorgt.

 

Februar 2009


Von der Rur direkt in den Canale Grande

Die Kemper Gröne widmen ihren berühmten Mottoabend in diesem Jahr dem „Karneval in Venedig“. Busshuttle zum Festzelt auf dem Marktplatz

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. In Venedig kennt er sich aus wie in seiner Westentasche. Jedes Detail der Rialto-Brücke oder der dort an den Canale Grande angrenzenden Häuserzeile beschreibt Hans Stamm, als sei er schon ganz oft da gewesen oder besser noch, als hätte er zu den Erbauern dieser berühmten historischen Bauwerke gehört. Dabei war der Bühnenbildner der KG „Kemper Gröne“ noch nie in Venedig. 

Seit vielen Jahren schon kreiert er die Themen für die Mottoabende am Karnevalsfreitag, für die der Kempener Karneval neben seinem Frühschoppen mittlerweile weit über die Rur hinaus bekannt ist. Und er setzt diese immer für zwei Jahre geltenden Themen, die schon „Westernabend“ hießen, Clowns, Piraten oder Schönheiten aus „1001 Nacht“ nach Kempen lockten, dann auch detailgetreu in eine Dekoration um, die einen großen Bereich des Festzelts ausmacht und die sogar begehbar ist. 

 


Mit ihrer „Piratte“ für den Zug Kirchhoven und dem „steinernen“ Löwen für das Kempener Festzelt hat Katrin Müller-Eschholz, hier mit Karl-Heinz Erkens, Hans Stamm und Norbert Wolters aus Kempen (von links) auch Figuren für den Karneval in der Region geschaffen. Foto: Petra Wolters

 

So wird es auch beim „Karneval in Venedig“ sein, dem Motto für dieses und für das nächste Jahr. Großes hat sich Stamm dabei dieses Mal im wahrsten Sinne des Wortes vorgenommen. 1800 Fotos hat er in der Vorbereitungsphase gesichtet, die ihm ein Hotelier aus Venedig zur Verfügung gestellt hat. Die Perfektion, die man von ihm in Holz und Farbe kennt, wird in diesem Jahr um ein weiteres Element bereichert. So werden großformatige Fotos bis zu sieben Meter Breite und fünf Meter Höhe an der Zeltrückwand eine optisch eindrucksvolle und zugleich perfekte Impression von Rialto- und Seufzerbrücke bieten. 

An den Canale Grande, der natürlich mit einem echten Wasserlauf im Zelt nachempfunden werden soll, schließt sich eine Häuserzeile an, für die Stamm in den vergangenen Wochen in unzähligen Stunden bereits die Fenster gefertigt hat: „40 Stück in ganz verschiedenen Stilrichtungen, so wie sie in Venedig auch zu finden sind“, verrät er. Für die nächsten Tage hat er Urlaub genommen, um sich jetzt ganz der Dekoration des Zelts zu widmen.

 
Foto: Petra Wolters

Unterstützung hat er dabei von vielen freiwilligen Helfern, zu denen seit einigen Jahren auch schon Katrin Müller-Eschholz aus Vinn gehört. Ihr Hobby ist es, Figuren zu bauen. Richtig gelernt hat sie es bei Jacques Tilly, einem bekannten Düsseldorfer Bildhauer, der in jedem Jahr die großen Figuren auf den Düsseldorfer Karnevalswagen baut. Auch sie hat für die bevorstehenden Umzüge in Düsseldorf und Köln Figuren und Dekorationen gebaut, „die natürlich noch geheim sind“, sagt sie. Aber auch für die Kirchhovener Grundschule war sie aktiv. Sie wird im Karnevalszug eine „Piratte“ präsentieren. 

Für den Mottoabend in Kempen hat sie einen großen, „steinernen“ Löwen gefertigt und einen Gondoliere, der seine Gondola durchs den Canale Grande steuern wird, im Kempener Festzelt natürlich. Kopfzerbrechen hat Stamm hier bis zuletzt der Fußboden gemacht, wollte er doch den steinernen Untergrund der Plätze Venedigs ebenfalls möglichst exakt nachbilden. Die Lösung ist graue Filzpappe, die mithilfe von Klebeband in große „Steinplatten“ aufgeteilt und mit Parkettlack gestrichen wird. „Das alles bereitet mir schon schlaflose Nächte“, verrät er. „Ich bin ständig in Gedanken. Aber ich geh´ halt darin auf.“

Der Mottoabend im Festzelt am Marktplatz beginnt um 20 Uhr. Karten gibt´s nur an der Abendkasse. Die KG „Kemper Gröne“ hat wieder einen Bus-Shuttle eingerichtet. Haltestellen und Abfahrtszeiten stehen unter dem Link „Aktuelles“ auf der Kempener Internetseite: www.rurkempen.de. (wo)

 

Februar 2009


„Die Kemper Gröne, ja die brauchen wir!“

Fünf Stunden lang kam für mehr als 600 Gäste im Kempener Festzelt bei einem gekonnt gemixten Cocktail aus Wortbeiträgen, Gesang, Musik und Tanz kein bisschen Langeweile auf. 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Eine gehörige Portion Lokalkolorit, gepaart mit professioneller Comedy und kräftig gewürzt mit viel Musik und Tanz: Das war der närrische Cocktail, mit dem die Kemper Gröne in ihrer Galasitzung den ersten Höhepunkt ihrer närrischen Session setzten. Als Barmixer agierte dabei Präsident Guido Peters, der gekonnt durch mehr als fünf Stunden Programm führte.

Schon gleich nach Einmarsch von Elferrat und Prinzenpaar Joachim I und Karin (Litzenberger) hielt es die rund 600 Besucher im voll besetzten Festzelt nicht mehr ruhig auf ihren Plätzen. Sie ließen sich mitreißen vom Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps, das sein Potpourri nicht nur musikalisch perfekt, sondern zugleich selbst schunkelnd darbot. Dass der Kempener Karneval fernsehreif ist, bewies als Eisbrecher Peter Kerscher mit seiner Kuh Dolly. Er gilt als Deutschlands stimmstärkster Bauchredner und ist mit seiner schwarz-weißen Freundin morgen Abend in der ZDF-Sendung „Karnevalissimo“ zu Gast. „Wenn das hier schon so toll anfängt, wie mag das nur zu Ende gehen?“, fragte er sich laut nach seinem Auftritt. 

Als Lokalreporterin stieg Birgit Wolters in die Bütt. Sie spekulierte über die Zukunft von Bürgermeister Josef Offergeld: „Entweder geht der in Rente, oder er wird Bademeister am Lago bei die Ente.“ Und sie verriet, dass die Idee für neuen Informationspunkte am Lago von einem Insassen der JVA stammt: „Wenn der durch die Gitterstäbe schaute raus, malte er sich die Welt in bunten Farben aus.“ Mit viel Humor „blätterte“ sie schließlich durch die neuen Seiten von Kempens Internetauftritt unter www.rurkempen.de.

Nach „Hausmeister Brause“ vom Finanzamt (Franz-Josef Frings aus Düren) traf Willi Fuchs aus Haaren als „Die Knalltüt“ in Kempen viele Bekannte. „Von der Wiege bis zur Bahre sind die schönsten Lebensjahre“, erklärte er dem Publikum nach seinem gelungenen Weltreise-Bericht. Echt Kempener Klamauk präsentierten die Hochbrücker Wagenbauer und die „Höhner“ als Freunde des Prinzenpaares. In nur 20 Minuten gestalteten sie eine schnelle, aber komplette Sitzung in der Sitzung mit Hoppeditz, drei Funkengarden, Männerballett und Showtanzgruppe, zwei Büttenrednern, einem Comedy-Duo und einer Präsidentin (Renate Rießen), unter deren Anleitung das Aufstehen, Hinsetzen und Applaudieren fürs Publikum zum Fitness-Marathon wurde, der in regelrecht „gröner Ekstase“ gipfelte.

Das Sahnehäubchen obendrauf setzten die Comedians Horst und Ewald aus Olpe mit Wortwitz und Gesang. So nutzten sie ihr riesiges Alphorn auf der Bühne als „Aalhorn“, um damit Fische zu fangen. Tosender Beifall war ihnen sicher, als sie auf die Melodie von „Sex Bomb“ einen neuen Hit für Kempen schufen: „Gut drauf, ja das sind wir, und die Kemper Gröne, ja die brauchen wir!“

Was Kempen tänzerisch auszeichnet, zeigten mit Pia Barten, Annika Jütten und Jenny Scherrers nicht nur drei Mariechen, sondern neben Prinzengarde, „Sunshine“ und „Mirage“ als dritte Showtanzgruppe auch „Fantasy“. Sie tanzt sei elf Jahren und wurde für ihr närrisches Bühnenjubiläum geehrt. Tänzerisch zu Gast in Kempen waren die Effelder Dreamboys und die Heinsberger Prinzengarde. 

 


Die Kempener Galasitzung hatte mit Guido Peters und Renate Rießen, die ihre eigene „schnelle Sitzung“ moderierte, in diesem Jahr gleich zwei Präsidenten. Foto: Petra Wolters


Eine „schnelle Sitzung“ in der Sitzung präsentierten die Freunde des Prinzenpaares.Foto: Petra Wolters

Elf Jahre auf der Bühne: Dafür erhielt die Showtanzgruppe „Fantasy“ besonders viel Applaus. 

Als „Frau van de Zeitung“ brachte Birgit Wolters viel Lokalkolorit in die Galasitzung.Foto: Petra Wolters
  

 

Weitere musikalische Höhepunkte setzten die trommelnden Frauen von „Samba Douro“ aus Swalmen und „de Botzedresse“ aus Niederzissen. Nach den tanzenden Kempener „Dreamboys“ setzten „Die Mennekrather“ den musikalischen Schlusspunkt in einem bunten Finale, bei dem auch Prinzenpaar und Elferrat auf der Bühne sangen und tanzten.

 

Februar 2009


4500 Glassteinchen funkeln beim furiosen Salto rückwärts

Seit 20 Jahren schon wirbelt Kempens Mariechen Jenny Scherrers über die Bühnen der Region

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. 20 Jahre lang Session für Session als Tanzmariechen auf der Bühne zu stehen, das hat Seltenheitswert. Kempens Mariechen Jenny Scherrers tut´s auch in dieser Session mit weiter wachsender Begeisterung, und das immer noch für ihren Heimatverein: für die KG „Kemper Gröne“. „Das ist sogar sehr, sehr selten“, freut sich dann auch Vater Hans-Peter, der wie Mutter Annemie seiner Tochter immer ein enger Begleiter in ihrer Tanzkarriere war.

 

Aber von vorn, 20 Jahre zurück: In Kempen sollte es eine Kindersitzung geben, und über die Heinsberger Zeitung suchten die „Kemper Gröne“ dafür noch Aktive. Mutter las die Zeitung vor, Jenny sprühte vor Begeisterung. „Ich will Tanzmariechen sein!“, erklärte die damals Fünfjährige. So ging´s los, und nicht nur Jenny, sondern die ganze Familie war vom närrischen Tanzfieber gepackt. Zwei Wochen lang schallte es an der Hochbrücker Straße „Alte Kameraden“. Dann trug Vater Hans-Peter die kleine Jenny auf seinen Schultern stehend auf die Bühne. „Spagat und Radschlag konnte ich schon“, erzählt sie. „Kleine weiße Lackschuhe hatte sie an, Stiefel in ihrer Größe waren auf die Schnelle nicht zu beschaffen“, erinnert sich Mutter Annemie.

 


4500 Glassteinchen funkeln auf Jennys neuem Kostüm. Aber auch ihr allerestes hat sie aufbewahrt, als Erinnerung an den Beginn ihrer tänzerischen Karriere. Fotos: Petra Wolters
  

 

Jenny bekam ihr erstes eigenes, natürlich grün-weißes Kostüm, tanzte schon zwei Jahre später auf einem ersten Turnier und ist seitdem von den Bühnen der Region und auch weit darüber hinaus gar nicht mehr wegzudenken. Vier große Glasvitrinen, in denen sie ihre vielen Pokale aufbewahrt, zeugen von ihren Erfolgen. 1994 war sie nordwestdeutsche Meistern, 1999 mit ihrem damaligen Tanzpartner Dritte bei den Deutschen Meisterschaften. 

Die Erfolge sind ihr wichtig, haben ihr auch schon viele Angebote von Vereinen aus nah und fern eingebracht, sogar aus Berlin. Im Fernsehen war sie auch schon zu sehen. Das Tanzen selbst, ihr Wissen und ihren Spaß daran weiterzugeben, vor allem aber das Engagement für ihren eigenen Verein hatten für sie aber immer die höchste Priorität. So hat sie sich in dieser Session zum Beispiel noch gar nicht für Meisterschaften qualifizieren könnte, weil die Turniertermine nicht passten. „Die Auftritte für meinen Verein gehen vor“, sagt Jenny. „Der ist doch für mich ein Teil meiner Familie!“

Zehn Mariechen und vier Tanzgruppen sind es, die Jenny allein in dieser Session trainiert. In Schulungen und Workshops bildet sie sich weiter und bietet mittlerweile selbst welche an. Seit drei Jahren besitzt sie sogar die Trainer-C-Lizenz des Deutschen Sportbundes. Für die Jugend engagiert sie sich auch im Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG). Zusammen mit ihrem Verein und der KG „Karker Rabaue“ veranstaltet sie sogar seit zwei Jahren ein eigenes, gut besuchtes Turnier für den Nachwuchs. Und auch ihr Vater ist mittlerweile aktiv, als Wertungsrichter bei Tanzturnieren in ganz Deutschland.

Jenny bleibt da neben ihrem Beruf als Chefsekretärin in einem Metallbauunternehmen für eigenes Training ganz wenig Zeit. Dennoch hat sie auch in diesem Jahr wieder ein neues Highlight in ihre eigene Darbietung eingebaut: den Salto rückwärts. Und den präsentiert sie in ihrem ganz neuen Kostüm – besetzt mit 4500 funkelnden Glassteinchen. Mehr geht da wohl nicht mehr. „Doch!“, lacht Jenny und verrät ihre weiteren Pläne. In ihren Tanz für die nächste Session will sie einen Salto vorwärts einbauen. Dann wird sie also zu ihrem nächsten närrischen Jubiläum – zwei Mal 11 Jahre – auch noch tanzen? „Garantiert“, sagt Jenny. „Wenn ich daran denke, dass ich mal aufhören 

 

Februar 2009


Seit 30 Jahren „pilgern“ die Narren nach Kempen

Prinz Joachim I. und Prinzessin Karin wurden beim tradtionellen Frühschoppen der „Kemper Gröne“ vom Ehrenvorsitzenden Walter Geiser proklamiert.

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Die „Kemper Gröne“ gelten nicht nur als die Erfinder des karnevalistischen Frühschoppens. Genau 30 Jahre sind es nun schon, in denen sie diese Tradition pflegen, mittlerweile gemeinsam mit vielen anderen Gesellschaften im Heinsberger Land und darüber hinaus. „Seit 30 Jahren schon ist es Tradition, nach Kempen geht die Prozession“, bemerkte deshalb auch Präsident Guido Peters in seiner Begrüßung.

 

Die frühen und doch schon zahlreichen Besucher im Festzelt auf dem Marktplatz spendeten dann zunächst dem Prinzenpaar des Vorjahres Applaus: Hartmut I. (Jütten) und seine Frau Marion hätten die Gesellschaft „prächtig repräsentiert“, betonte Peters. Er freute sich, dass der Ex-Prinz weiterhin im Elferrat aktiv sein wird. 

 


Prinz Joachim I erhielt sein Zepter, wie es in Kempen Tradition ist, aus der Hand des Ehrenvorsitzenden Walter Geiser (dritter von rechts). Mit ihm und seiner Prinzessin Karin freuten sich die Adjudanten Werner Hawinkels, Manuel Montesinos-Rongen, Walter Forscheln und Sven Göris sowie Präsident Guido Peters (von links). 
  Fotos: Petra Wolters
  

 

Zur Vorstellung des neuen Prinzenpaares rief der Präsident Walter Geiser auf die Bühne, seines Zeichens „Chef-Proklamierer“ und Ehrenvorsitzender der Gesellschaft. „Für ihn stehen die Sterne gut, in seinen Adern fließt karnevalistisches Blut“, prophezeite er dem neuen Prinzen Joachim I. (Litzenberger), der zusammen mit seiner Frau Karin die Kempener Narren regiert. Geiser erinnerte an Prinzenvater Johann, der vor genau 20 Jahren Prinz war, und an seinen Sohn Felix, der schon Kinderprinz war. „Joachim braucht keine Berater, er tritt in die Fußstapfen von Sohn und Vater“, freute sich Geiser, bevor er ihm das Zepter überreichte.

„Eisen schweißen, stanzen, biegen – Jetzt lassen wir Kamelle fliegen“: So lautet das Motto des neuen Prinzen, der bei seiner Antrittsrede an das Motto seines Vaters erinnerte: „Eins, zwei, drei, von Hochbrück kommt die Narretei“. Sein Sohn Philipp sei schon Adjudant beim Kinderprinzen gewesen und seine Frau Karin habe schon in Heinsberg als „Puddingsmädchen“ Stimmungslieder gesungen, machte er den karnevalistischen Familienreigen komplett. Begleitet wird das Prinzenpaar von den Adjudanten Manuel Montesinos-Rongen, Sven Göris, Walter Forscheln und Werner Hawinkels. Vorgestellt wurde dann auch schon Kinderprinz Henrik I mit seinen Begleitern Nils Geiser und Jan Jansen.

Nach einer Schunkeleinlage durch das Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps im Piraten-Outfit machte die Kempener Prinzengarde den tänzerischen Auftakt für das weitere närrische Programm des Frühschoppens, gefolgt von der Showtanz-Gruppe „Sunshine“. Die Gruppen „Fantasy“ und „Mirage“ sollten im Laufe des Nachmittags folgen, ebenso wie die beiden Mariechen Annika Jütten und Jenny Scherrers. Erste Gastgesellschaft waren die Effelder „Kaffeemänn“, obwohl sie sich, wie Präsident Guido Peters bemerkte, als letzte ins Programm „geschmuggelt“ hatten. Sie präsentierten ihr Jubiläumslied zum 55-jährigen Bestehen ihrer Gesellschaft. 

Heinz-Leo Heinrichs überbrachte als Präsident die Grüße des Komitees Heinsberger Karnevalsvereine. Der Kempener Frühschoppen sei mittlerweile eine „Muss für alle Gesellschaften“, betonte er, „mit Fröhlichkeit und Lebenslust, die von Herzen kommt und zum Herzen geht.“ Nach den „Drömmer Hahne“ mit Stadtprinz Wolfgang I (Weintz) folgten bis zum Abend weitere 13 Gesellschaften: der SKV Schafhausen, die „Püescheler Klompe“, die Brööker Waaterratte“, die „Kleischötte“ aus Süsterseel, die „Kerkever Jekke“, die „Kluser Pappmule“, die „Karker Rabaue“, die „Grasbürger“ aus Randerath, der „Wooder Wend“, die „Boggeder Jröne“, die „Ongerbröker Kohmule“, die KG „Kongo“ aus Wassenberg und schließlich die „Biemösje“ aus Posterholt. Tanzgruppen kamen zudem aus Aphoven und von den „Muhremänn“ aus Gangelt.

 

Februar 2009


Karnevalistischer Frühschoppen in Kempen

 

Von Petra Wolters

Heinsberg-Kempen. Zu ihrem traditionellen Frühschoppen lädt die Karnevalsgesellschaft „Kemper Gröne“ am Sonntag, 1. Februar, in ihr Festzelt auf dem Kempener Marktplatz ein. Los geht´s schon um 9.30 Uhr mit einem kostenlosen Katerfrühstück. Etwa eine Stunde später beginnt der offizielle Teil mit der Proklamation des Prinzen Joachim I (Litzenberger) und seiner Frau Karin.

Nach dem Einzug des Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps zusammen mit dem Elferrat und der Verabschiedung des alten Prinzenpaares werden die beiden erstmals im Rampenlicht stehen. Walter Geiser, stellvertretender Bürgermeister und Ehrenvorsitzender der „Kemper Gröne“ hält dabei wie gewohnt die Proklamationsrede. Gemeinsam mit seinen Adjudanten Walter Forscheln, Sven Göris, Werner Hawinkels und Manuel Montessinos-Rongen wird das Prinzenpaar dann getreu seinem Motto „Eisen schweißen, stanzen, biegen, jetzt lassen wir die Kamelle fliegen“ in die närrische Session starten. 

Beim Frühschoppen geht´s anschließend Schlag auf Schlag in einem Mammutprogramm, das sich bis in den späten Nachmittag zieht. Den Anfang machen in diesem Jahr die „Effelder Kaffeemänn“, die letzen werden einen guten halben Tag später die Karnevalisten der KG „Kongo“ aus Wassenberg sein. Insgesamt werden 14 Gesellschaften in Kempen zu Gast sein. Präsentieren werden sich darüber hinaus die vier Tanzgruppen der „Kemper Gröne“ sowie die Tanzmariechen Pia Barten, Annika Jütten und Jenny Scherrers. 

Im Wochenrhythmus wird danach weiter gefeiert in Kempen, zunächst mit dem Kinderkarneval am Sonntag, 8. Februar, ab 14 Uhr. Dabei steht Kinderprinz Henrik (Peters) im Mittelpunkt des Geschehens. Die Galasitzung steht für Samstag, 14. Februar, auf dem Programm. Karten mit Platzreservierung sind erhältlich am 2. und 3. Februar jeweils ab 17 Uhr bei der H+L GmbH, Oberstraße 17. 

Am Freitag, 20. Februar, heißt es dann „Karneval in Venedig“ im Kempener Festzelt. Schon allein die aufwendige Zeltdekoration der „Kemper Gröne“, die weit über die Heinsberger Region bekannt ist, wird sicherlich wieder viele passend kostümierte Jecken an die Rur locken. Letzter Höhepunkt der Session ist dann der Rosenmontagszug, der in diesem Jahr um 14 Uhr in Theberath startet. Anmeldungen für den Zug nimmt Zugleiter Norbert Wolters entgegen, Telefon 02452/88700.

 

Januar 2009